Es is geschafft, die letzten 15 Wochen habe ich mit dem Coach von Freeletics trainiert und dadurch nicht nur optisch mein Körper verändert, sondern mein ganzes Lebensgefühl komplett auf den Kopf gestellt.

Ich habe eine nie gekannte Ausdauer entwickelt und bisher als "altersbedingte Weh-Wehchen" abgetane körperliche Beschwerden habe ich fast keine mehr.

Rückenschmerzen -> weg!
Knieschmerzen -> Nur noch wenn ich nicht trainiere
ständig Krank -> jetzt raffen mich nur noch echte Männergrippen dahin ;)

< tl;dr>
Ich bin unfassbar froh und vor allem stolz dieses Programm durchgezogen zu haben. Auch wenn es zeitweise wirklich schwer war und ich grade am Anfang oft daran gedacht habe aufzugeben, habe ich die Arschbacken zusammengekniffen und es einfach durchgezogen.

Hat sich der Coach gelohnt? Definitiv
Würde ich den Coach weiterempfehlen? Nur bedingt
Werde ich das Abo verlängern? Erstmal nicht
Trainiere ich weiter? Aber sowas von
< /tl;dr >

Jetzt aber nochmal auf Anfang:
Im April 2014 habe ich entschieden mein Leben (zumindest körperlich) zu verändern. Diese Entscheidung habe ich hier bereits verbloggt.

Angefangen habe ich mit dem 7-Minute Workout und einer Diät. Ende April kam dann Freeletics dazu. Bis Mitte Juli allerdings ohne Coach etwa zwei bis vier mal die Woche. Wenn ich aber keine Lust hatte, hab ich es auch gerne mal sein gelassen.

Im Juli habe ich dann mein Zielgewicht erreicht und entschlossen mich dem Sport etwas intensiver zu widmen. Bedingt durch die Tatsache, dass ich einen 33% Gutscheincode gefunden habe, Stand nichts mehr zwischen mir und dem Coach.

Was ist überhaupt der Coach?

Der Freeletics Coach ist im Kern ein auf deine Ziele abgestimmter Trainingsplan, der sich deinen persönlichen Zielen, deinem Fortschritt, deinen Stärken und Schwächen anpasst. [...] Noch wichtiger ist jedoch, dass du 15 Wochen lang jede Woche neue, auf dein Ziel abgestimmte Trainingsempfehlungen bekommst, welche sich an deine Ziele und deine individuelle Entwicklung anpassen. Sie beruhen auf deinen Trainingsergebnissen und den Ergebnissen Tausender Athleten auf der ganzen Welt und werden dich so schnell wie möglich an dein Ziel bringen.
Quelle: freeletics.com

Erst änderte sich für mich natürlich nichts, denn trainiert habe ich ja vorher schon. Aber alleine der mentale Antrieb durch den Coach ist schon eine andere Liga.
Mir persönlich hat jeder Tag den ich nicht trainiert habe ein schlechtes Gewissen gegeben. Anfangs war es noch, weil der Coach ja Geld gekostet hat und man das natürlich nicht umsonst ausgegeben haben möchte, doch nach kurzer Zeit war es das schlechte gewissen mir gegenüber. Das Wissen, dass ich mehr könnte und mehr aus mir herausholen kann.

Die Kombination aus vier bis fünf Trainings die Woche gemischt aus Workout und Max-Session hat mich gute sechs Wochen auf Trap gehalten, doch dann begann der Grund warum ich den Coach ebend nicht mehr uneingeschränkt empfehlen kann.
Nämlich die Umstellung auf den Personalisierte Coach.

Die Idee dahinter ist einfach, der Coach guckt sich anders als bis jetzt nicht mehr nur noch deine Leistungen der letzten Wochen an und schlägt dir Workouts vor um dich weiter zu verbessern, sondern schwere oder umfangreiche Workouts werden auf dein persönliches Level angepasst.
Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen werden die Workouts nun in Ausdauer, Kraft und Standard (Ausdauer und Kraft) unterteilt.
In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter nichts anderes, als das die Ausdauer Version eines Workouts die vereinfachte Version einer Übung ist, die Standard Version ist das Workout wie es bisher war und das Kraft Version passt die Übungen in Richtung Kraft an.
Zum anderen können Teile eines Workouts zur Aufgabe werden. Hat ein Workout normalerweise Beispielsweise 10 Durchgänge, kann es sein, dass der Coach dir die Aufgabe stellt nur 3 der 10 Durchgänge zu machen. Dadurch führt er einen langsam an diese Übung ran.

An sich also, grade für Einsteiger, eine Verbesserung. Allerdings ging für mich einer der größten Antriebe von Freeletics verloren, nämlich die Vergleichbarkeit mit anderen Athleten.

Durch die Diversifikation der Übungen wurden viele der alten Zeiten gelöscht und durch die nun vielen Kombinationsmöglichkeiten, waren bei mir ein Großteil der Übungen von noch keinem oder nur wenigen anderen gemacht und man hat dadurch keine Gegner mehr.
Zudem ist man auch oft nicht mehr selbst sein größter Gegner, denn dadurch das die Übungen immer wieder angepasst werden, kann man sich nicht mal mit seiner Zeit von letzter Woche vergleichen.

Was mich auch ziemlich gestört hat, war das ich mich seit der Coachumstellung oft unterfordert gefühlt habe. In manchen Wochen musste ich teilweise nur ein oder zwei Durchgänge einer Übung machen und an den anderen Tagen dann nur Exercise-Sessions.

Zwar bietet der neue Coach auch de Möglichkeit am Ende der Woche die vergangenen Trainings zu bewerten, z.B. kann man sagen das es einem zu leicht oder zu schwer war und wieviele Tage man in der nächsten Woche trainieren möchte, aber leider hat das bei mir oft keine Besserung gebracht oder die nächste Woche so schwer gemacht, dass man die Lust am Training verlieren konnte.

Mag sein, dass der Algorithmus noch nicht ausgereift war, aber für mich war die Kombination dieser Probleme zumindest sehr demotivierend.
Die zu leichten Wochen konnte man ja noch durch eigenständiges Mehr-Training kompensieren, aber das die Vergleichbarkeit mit anderen und sich selbst so verloren gegangen ist, hat mich schon sehr enttäuscht.

Kommen wir nun aber zu mir und was das ganze gebracht hat. Ich habe am Ende jeder Woche ein Foto von mir gemacht um meine Entwicklung mal visualisieren zu können. Normalerweise bin ich nich so exhibitionistisch, aber da ich wirklich Stolz auf meine Entwicklung bin, werde ich diese Fotos hier veröffentlichen.

Insgesamt habe ich in den letzten 6 Monaten (Stand heute) 12kg abgenommen und meinen Körperfettanteil von 23% auf 12,2% gesenkt.

Vor einem halben Jahr habe ich keine richtige Liegestütze hinbekommen und an Klimmzüge war nicht zu denken. Heute schaffe ich nicht nur 200+ Liegestütze und 100+ Klimmzüge (natürlich nicht am Stück) sondern ich habe sogar Spaß daran.
Nach der Hälfte der Coachwochen habe ich noch gekeucht wenn ich Burpees machen musste, Heute fehlen Sie mir, wenn ich keine mache.

Ich muss zugeben, dass ich im vergleich zu den Freeletics Werbevideos nicht die krasseste körperliche Veränderung durchgemacht habe, aber ich denke, dafür das ich wieder normal Esse (inkl. Fastfood, Snacks und Süßigkeiten) denke ich, ist das schon recht passabel.

Freeletics ist inzwischen definitiv ein Teil von mir und meinem Leben geworden und endlich mal ein Hobby das mich vom Schreibtisch holt.

Update vom 28.04.2015
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