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Mein Weg zum freien Athleten

Einleitung

Ich war nie ein besonders guter oder aktiver Sportler. Die wahrscheinlich sportlichste Aktivität an meinem Tag war der 'Situp' um an die Fernbedienung oder die Chips zu kommen.

Ich war zwar nie dick, aber einen - im verhältnis zum sonst relativ schlanken Körper - großen Bauch hatte ich schon ein paar jährchen.

2013 wurde meine Frau dann schwanger und ich mit ihr mit. Bei der Geburt meines Sohnes hatte ich dann die - für mich - magische Grenze von 80kg bei einer Körpergröße von 179cm überschritten.

In diesem Moment habe ich für mich entschieden, dass sich etwas ändern muss.

Hilfe in Hard- und Software

Da ich mich auch körperlich nicht mehr wirklich fit gefühlt habe, dachte ich, ich sollte villeicht auch mal etwas Sport machen.
Als altes Nerd-Kind, sollte es natürlich nicht so n Quatsch wie Fußball. Also guckte ich im März 2014 mal in den AppStore und fand dort relativ weit oben im Ranking die

7 Minuten Workout App

Nach etwa einem Monat stellte ich fest, dass ich grade mal einen Kilo abgenommen habe, was mich ungeduldigen Menschen nicht wirklich zufrieden stellte. Ich fühlte mich zwar körperlich fitter, aber was bringt mir das, wenn ich es nicht auch sehe.

Dieses Foto zeigt mich 2011 bevor ich das erste mal 10kg abgenommen habe, so sah ich dann aber zu dieser Zeit wieder aus. Nur zur Info, das Ist mein Junggesellenabschied, daher das echt sexy Shirt ;)
Ein Bild von mir

Da ich 2011 bereits 10kg durch kalorienzählen abgenommen habe, war mir schnell klar, dass dies auch diesmal das Mittel meiner Wahl wird.

Aber so einfach sollte es natürlich nicht werden, da unsere bisherige Waage gefühlte 200 Jahre alt war und bereits Kaiser Wilhelm sich auf dieser wog, sollte auch die an das neue Leben angepasst werden.

Aber eine neue, schnöde Waage im Jahr 2014? Nein, nicht mit mir!
Also musste eine smarte Waage her, die nicht nur mein Körpergewicht misst und meinen Körperfett analysiert, sondern mir das ganze auch schön visualisiert und meinen Erfolg auch über lange Zeit zeigt.

Bei eBay habe ich dann eine fast neue Fitbit Aria geschossen und da man auf einem Bein nicht stehen kann (ja ja political incorrectness at it's best) musste natürlich auch direkt ein Fitbit Flex über eBay bezogen werden.

Jetzt wo ich für mein neues Leben gerüstet war, stellte ich fest, dass die Fitbit App zum kalorien Zählen ziemlich ungeeignet ist. Da zu dieser Zeit so ziemlich jeder und sein Nachbar über MyFitnessPal gesprochen hat, musste natürlich auch das her.

Top war natürlich, dass man sein Fitbit Konto mit MyFitnesspal synchronisieren kann, wodurch von den verfügbaren Tageskalorien automatisch die gegangenen Schritte, bzw die geleisteten Workouts abgezogen werden.
Zudem ist die Nahrungsmitteldatenbank von MFP um Welten besser als die von Fitbit.

Freeletics - der erste Kontakt

Im Forum von MFP bin ich dann auf diverse andere Sportarten gestoßen, die man zuhause und ohne weitere Hilfsmittel bewältigen kann.

Neben Jilian Michaels Shred Workout und Mark Laurens Fit ohne Geräte) berichteten die ersten Leute von einem relativ neuen Workoutprogramm von ein paar Studenten aus München. Freeletics.

Nachdem ich dieses Video bei YouTube gesehen habe, war auch ich angefixt.

Übermütig von meinem Einmonatigen Workoutprogramm war ich mir sicher, dass ich das auch schaffen kann.
Also erstmal die kostenlose App geladen und festgestellt, dass das ja Geld kostet.

Im Forum habe ich dann erfahren, dass es Freeletics vor einiger Zeit noch als PDFs gab, also 3 Sekunden gegoogelt und tadaa mein erstes Workout konnte starten.

Da im Forum alle davon berichteten wie krass Aphrodite ist, wählte ich erstmal eine der anderen kostenlosen Workouts in der App.
Also erstmal Situps, da war ich mir sicher, dass ich das hinbekomme.

Als kurze Erklärung, bei Freeletics gibt es zwei Arten von Übungen, zum einen die Workout-Sessions und zum anderen die Max-Sessions.

Bei den Workout Sessions wird eine bestimmte Reihenfolge und Menge von Übungen vorgegeben welche dann möglichst schnell (auf Zeit) durchgearbeitet werden muss. Diese Workouts bekommen dann den Namen eines griechischen Gottes.

Die Max-Sessions beschränken sich auf eine bestimmte Übung, z.B. situps, von denen man dann in einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Wiederholungen machen muss.

Zurück zu meinem ersten Workout.
Situps sollten es also sein. Doch Freeletics Übungen sind in der Regel anders als man sie aus anderen Programmen kennt.
Bisher habe ich immer nur Crunches gemacht, bei Freeletics sollte man nun aber aus komplett gestrecktem Oberkörper sich soweit aufrichten, dass man seine Füße berühren kann.

Und schon war meine erste Euphorie verflogen. Nach grafe mal 20 Situps musste ich von der 'normalen' Version der Übungen auf die vereinfachte wechseln um überhaupt noch etwas geschissen zu bekommen.

Immerhin wurden es dann trotzdem noch 80 Situps/Crunches und ich fühlte mich fit genug um noch ein kurzes Workout zu probieren.

Der erste Gegner

Mein erster Gegner sollte also Metis sein, hier sahen für den ersten Versuch nicht nur die Übungen ok aus, sondern voralkem auch die Wiederholungszahlen, welche die meisten Leute von Freeletics abschreckt.

Nach 7 Minuten und 29 Sekunden in der leichten Version hatte ich eine erste Hassübung.
Burpees

Ein Bewegungsablauf den ich bis dahin nur aus Filmen über American Football kannte und dabei hätte es, zur damaligen Zeit, auch gerne bleiben können.

Als kleiner Spoiler - Ja, es wird leichter und ich hab inzwischen sogar Spaß an Burpees.

Zwei Tage später traute ich mich erstmal an Dione und weitere zwei Tage später an Aphrodite. Seit dem bin ich am Haaken.

Leider habe ich zu dieser Zeit keinen Bedarf gesehen Fotos von mir zu machen, als kleiner Tipp, falls ihr jetzt erst anfangt, haltet eure Fortschritte fest. Heute ärgere ich mich schwarz, dass ich diese Zeit nicht dokumentiert habe.

Zwangspause und der Neuanfang

Nach etwa sechs harten Wochen Freeletics musste ich aus gesundheitlichen Gründen über vier Wochen Pause machen, was mich nicht nur in meinem Trainingsplan sondern auch in meiner Motivation stark zurück warf.

Um mich wieder auf Kurs zu bringen und für das gute Gefühl die Jungs und Mädels von Freeletics zu unterstützen habe ich mir den Coach gekauft und wieder von vorne begonnen.

Natürlich war ich nicht so untrainiert wie vor Freeletics, aber der zweite Anfang war schon schwer, doch das erzahl ich in den nächsten Beiträgen.