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Warum ich Kalorien zählen bevorzuge

Wer abnehmen will hat eine große Zahl an Diäten bzw. Ernährungsumstellungen zur Auswahl.

Grade Low Carb ist bei vielen derzeit voll im Trend und die Resultate geben ihnen recht. Die Wirkungsweise dieser Umstellung ist schnell erklärt:

Werden nun nicht ausreichend Kohlenhydrate mit der Nahrung aufgenommen, findet eine Umstellung des Stoffwechsels in Richtung Katabolismus statt. In diesem Zustand erzeugt der Organismus in der Leber aus den Fettreserven über Acetyl-CoA körpereigene Energieträger, die sog. Ketone, die er seinen Zellen als alternative Energielieferanten zur Verfügung stellt.

Auf diese Weise wird der Körper gezwungen, seine eigenen Fettreserven als Energielieferant zu nutzen, was zu einer Gewichtsreduktion führt. Die Metabolismusumstellung wird dabei von einem Sinken des Insulinspiegels eingeleitet, sodass die typischen anabolen Insulineffekte nicht mehr auftreten. Stattdessen wird vermehrt Glukagon ausgeschüttet, wodurch die Energiespeicher (Glykogen, Fette etc.) angegriffen und abgebaut werden.
Quelle: Wikipedia

Der für mich größte Nachteil dieser und aller anderen Umstellungen ist eben genau dies. Die Dauerhaftigkeit dieser Umstellung.
Selbst wenn ich mich dazu überwinden könnte meine komplette Ernährung in eine Richtung umzustellen, würde ich es zwar solange durchhalten bis ich mein Zielgewicht erreicht habe, aber spätestens dann würde ich anfangen zu schummeln und nach kurzer Zeit in alte Muster zurückverfallen. Grade weil ich einfach gerne das esse wozu ich Lust habe.
Ich will mich nicht verbiegen und vor allem nicht auf Dauer, daher kommt für mich nur Kalorien zählen in Frage.

Jetzt werden einige aufschreien, dass das ja auch eine Umstellung und eine Einschränkung ist...

Jain, ja ich bin eingeschränkt, aber nur in der Menge die ich esse, nicht im essen selbst. Wenn ich Bock auf was Süßes oder einen Döner habe, dann esse ich das halt, muss dann aber auf was anderes verzichten oder das ganze durch Sport wieder raus holen.

Dadurch stellt sich, zumindest bei mir, nach und nach eine bewusstere Ernährung ein. Ich nutze zwar auch jetzt noch -nach 4 Monaten und fast 10kg- MyFitnessPal zum Tracken meiner Nahrungsaufnahme, bilde mir aber ein, in etwa abschätzen zu können wieviel ich noch so essen kann, auch ohne es einzutragen.

Somit ist Kalorien zählen für mich nicht nur in der Umsetzung einfacher, sondern auch wesentlich nachhaltiger.

Außerdem ist es meiner Meinung nach auch gesellschaftlich leichter umzusetzen. Wenn man bei Freunden zum Essen eingeladen ist, ist es leichter weniger zu essen als allen erklären zu müssen, dass man keine Kartoffeln, Brot oder Nachtisch möchte, weil die zu viele Kohlenhydrate haben.